Fluggastrechte-Helfer: Häufige Fragen

Die Fluggasthelfer EUclaim, FairPlane, Compensation2GoFlug-Verspaetet.de, Flightright und EUflight, die wir in unseren Vergleich aufgenommen haben, haben alle in mehreren Tests, Vergleichen und Erfahrungsberichten gute bis sehr gute Bewertungen bekommen. So liegt es vor allem an deinen Vorlieben und Bedürfnissen, ob du lieber geduldig warten und dafür etwas mehr Geld erhalten möchtest oder ob du deinen Anspruch schnell ausgezahlt bekommen möchtest, und nicht zuletzt auch, welche der Webseiten dich visuell und vom Bedienungsablauf am meisten anspricht.

Zur ersten Orientierung sind hier Antworten auf häufig gestellte Fragen, die alle Anbieter sowie Fluggastrechte im Allgemeinen betreffen.

Kann ich meinen Anspruch auch alleine durchsetzen?

Ja natürlich. Auf einigen Webseiten findest du auch Musteranschreiben dafür. Allerdings treten nach Angaben der Fluggasthelfer nur etwa 5% der Fluggäste auf eigene Faust erfolgreich gegenüber den Fluggesellschaften auf, und spätestens, wenn es vor Gericht geht, werden doch auch Anwaltkosten auf dich zukommen. Die Erfolgsquote vor Gericht liegt bei den Fluggasthelfern je nach Anbieter zwischen 97 und 98,5%.

Wie lange dauert es, bis ich die Entschädigung ausgezahlt bekomme?

Das ganze Prozedere vom Antrag bis zur Entscheidung kann je nach Fall zwischen wenigen Wochen bis zu vielen Monaten dauern. Wer nicht so lange warten möchte, kann für eine höhere Provision auch den eigenen Anspruch an die Fluggasthelfer abtreten und bekommt die verbleibende Entschädigung innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt.

Wie hoch sind die Kosten?

Bezahlt wird bei Erfolg. Die Gebühr liegt, egal ob der Fall vor Gericht geht oder nicht, zwischen 22 und 30% der gezahlten Entschädigungsumme (zzgl. MwSt) und wird bei der Auszahlung dieser einbehalten. FairPlane und EUflight bieten gegen eine höhere Provision auch eine Sofortauszahlung der verbleibenden Entschädigung, auch falls dieser nicht erfolgreich gegenüber den Fluggesellschaften durchgesetzt wird – wobei die Anbieter wirklich aussichtslose Fälle kaum annehmen dürften. Dazu kaufen sie dir den Anspruch ab.

Wann habe ich einen Anspruch auf Entschädigung?

Dein Anspruch ist gesetzlich festgelegt in der EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004.
Zusammengefasst gilt:

– Durch die Verspätung oder Umleitung kam dein Flug mindestens drei Stunden später als geplant am Ziel an.
– Es lagen keine außergewöhnlichen Umstände wie unerwartetes extremes Wetter, Streik, politische Unruhen etc. vor. Die Airline ist also für die Verspätung verantwortlich, zum Beispiel bei technischen Defekten, und übrigens auch bei krankheitsbedingtem Personalausfall.
– Der Flug ist in der EU gestartet oder gelandet. Wenn er außerhalb der EU gestartet ist, muss die Fluggesellschaft ihren Hauptsitz in der EU haben.
– Ansprüche auf Entschädigung können bis zu drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden.
– Bei jeder Verspätung über 2 Stunden muss die Fluggesellschaft für Verpflegung sorgen (oder diese bezahlen; Quittungen aufheben und bei der Fluggesellschaft einreichen. Diesen Service bieten die Fluggastrechtehelfer bislang noch nicht) und zwei Telefonate, E-Mails oder Faxe ermöglichen.
– Eventuelle Übernachtungs- und Transferkosten muss ebenfalls die Fluggesellschaft tragen.
– Bei Annulierung oder Überbuchung eines Fluges muss ein Ersatzflug angeboten werden. Kommt es dabei zu Verspätungen gelten ebenfalls die oben genannten Regelungen.

Wie hoch ist die gesetzlich vorgesehene Entschädigung?

Je nach Länge des Fluges stehen bei Ausfall oder Verspätung etc. geschädigten Fluggästen nach der EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 250 und 600 Euro Entschädigung zu:
Kurzstreckenflüge bis 1.500 km = 250 €
Mittelstrecke zwischen 1.500 und 3.500 km = 400 €
Langstrecke über 3.500 km = 600 €
Die Flüge müssen allerdings in Europa starten oder landen, und bei letzterem muss die Fluggesellschaft ihren Hauptsitz in Europa haben.

Zum Vergleich der Fluggastrechte-Helfer